Nachdem ich das Werk “Die Kunst kein Egoist zu sein” von Richard David Precht gelesen habe, wurde ich neugierig was der deutsche Philosoph sonst noch in seinem Repertoire hat. In diesem Werk, geht es um das vielleicht älteste Thema, das den Menschen bewegt: die Liebe.

Richard David Precht

Richard David Precht ist Philosoph und Publizist, der vor allem als Autor erfolgreicher populärwissenschaftlicher Bücher zu philosophischen Themen bekannt geworden ist. Precht hält heute zahlreiche Vorträge an Universitäten und auf wissenschaftlichen Kongressen. Im Wintersemester 2008/2009 hielt er eine Vorlesungsreihe über die wichtigsten Themen der Philosophie an der Universität Luxemburg. Seit Mai 2011 ist er Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg und lehrt dort in den Bereichen Geschichte und Philosophie.

Richard David Precht zum Thema “Liebe”:

Aufbau

Das Buch gliedert sich in die drei großen Abschnitte. Im ersten Abschnitt geht es um den Themenbereich Frau und Mann. Es geht hier um die biologischen und kulturellen Grundlagen der Geschlechterrollen. Der zweite große Themenkomplex
ist  die Liebe. Hier wird die Liebe im biologischen Sinn betrachtet. Im letzten großen Abschnitt geht es um die Liebe in der heutigen Zeit und warum die romantische Liebe so wichtig geworden ist.

Inhalt

Precht betrachtet den Kern der menschlichen Liebesbeziehungen aus biologischer und kultureller Grundlage heraus. Hierbei werden Thesen aus den Bereichen Evolution, Neurologie und Psychologie geprüft und gängige Theorien infrage gestellt.
Besonders interessant fand ich seinen Diskurs über das Thema „Romantik als Konsum“ oder der Frage, was von der Liebe übrig bleibt, wenn der Nachwuchs kommt.
Sex spielt in dem Liebesdiskurs natürlich auch eine Rolle und Precht zeigt auf, dass einerseits Sex nie allgegenwärtiger war als heute aber gleichzeitig die faktische Bedeutung von Sex stark abnimmt.

Fazit

Es geht in diesem Buch nicht um die Liebe im Allgemeinen, sondern eingeschränkt um die geschlechtliche Liebe zu einem Liebespartner. Es ist eine nüchterne Anaylse aus verschiedenen Perspektiven. Precht beschreibt den Menschen als “Das Tier mit dem seltsamsten Sexual- und Gefühlsleben”. “Liebe” ist eine klare Leseempfehlung für alle, die sich mit dem Thema Liebe nüchtern auseinandersetzten wollen, Romantiker sind hier eher schlecht beraten.