Die Legende des Golem
Die folgende Legende ist uralt und war vor allem in Böhmen verbreitet.
“Ungefähr alle dreiunddreißig Jahre begibt es sich nämlich, daß ein vollkommen fremder Mensch, bartlos, von gelber Gesichtsfarbe und mongolischem Typus aus der Richtung der Altschulgasse her durch die Judenstadt schreitet und plötzlich – unsichtbar wird.”
So erzählt man in der alten Prager Judenstadt die Legende des Golem. Im späten 16. Jahrhundert entwirft sich der Rabbi Loew einen künstlichen Gehilfen aus Lehm. Er soll für ihn die Glocken läuten und andere niedere Arbeiten verrichten. Er wird durch Magie und Kabbala, einer Zahlenmystik zum Leben erweckt, kann aber nicht sprechen. Eine Bearbeitung des Golem Stoffes stammt eben aus der Feder von Gustav Meyrink.
Inhalt
Dem Gemmenschneider Anasthasius Pernath erscheint der Golem und bringt ihm ein altes Buch zur Reparatur. Das vorher ruhige Leben des Mannes gerät aus den Fugen. Er wird in zahlreiche Intrigen verwickelt. Halluzinationen und Wahnvorstellungen suchen ihn heim. Ihm widerfahren merkwürdige Dinge und dann wird er auch noch des Mordes bezichtigt.
Klassiker der fantastischen Literatur
Gustav Meyrinks Buch “Der Golem” ist ein Klassiker der fantastischen Literatur. Mich hat die klare Sprache sehr beeindruckt. Ich wurde in die Geschichte richtig hineingezogen. Da der Golem dem Anasthasius in dessen Halbschlaf erscheint, ist mir jetzt immer ein wenig mulmig, wenn ich zwischendurch einmal wegdämmere. Man weiß ja nie…
Empfehlung
Ich kann dieses Buch allen Lesern fantastischer Literatur empfehlen. Aber auch für alle anderen ist dieses Buch spannend, gruselnd und schockierend zugleich. Eine echte Abwechslung.

