Seit ihr Sohn Josh auf tragische Weise ums Leben kam, ist Julia einsam. Sie zieht sich zurück, will niemanden sehen und kämpft mit ihrer Trauer, die scheinbar niemand verstehen kann. Alles ändert sich, als sie plötzlich den Teig des Freundschaftsbrotes der Amish vor ihrer Haustür findet.

Manch kleine Geste bringt große Freude

Beim Freundschaftsbrot gibt man immer 2 Teige weiter, damit jemand anderer ebenfalls das Brot, das eigentlich vielmehr ein Kuchen ist, backen kann. Julia springt über ihren Schatten und gibt den Teig an Hannah, eine ehemalige Konzert-Cellistin und an Madeleine, eine ältere Dame, die in ihrem Ruhestand einen Teesalon eröffnet hat, weiter. Aus dieser Geste des “Teig weitergebens” entwickelt sich tatsächlich eine tiefe Freundschaft. In Avalon, einer amerikanischen Kleinstadt, zieht das Freundschaftsbrot backen sehr weiter Kreise und schwappt beinahe wie eine Epidemie über die Stadt. Bald ist es so weit, dass keiner mehr weiß, was er mit dem Teig noch anfangen soll.

Das Leben in der Kleinstadt

In dem Buch “Je süßer das Leben” gibt es viele Protagonisten, über deren Leben und über deren große und kleine Probleme man etwas erfährt. Manchmal würde man sich wünschen, dass Darien Gee einen tieferen Einblick in manches Leben der Menschen in Avalon gibt. Schön ist zu sehen, wie in dieser amerikanischen Kleinstadt der Zusammenhalt funktioniert. Nachbarschaft, Freundschaft und Hilfsbereitschaft in Notsituationen sind den Einwohnern wichtig.

Rezepte

Wunderbar passend zum Buch findet man nach dem Epilog noch leckere Rezepte fürs Freundschaftsbrot (bei uns kennen es viele vielleicht unter “Hermann“) – da bekommt man direkt Lust mal selbst zu backen!

Fazit

Je süßer das Leben“ ist eine schöne Geschichte über Freundschaft, Familie und den Zusammenhalt einer Gesellschaft. Ich empfehle es als Sommer-Lektüre für den Strandurlaub!