Ich mag Bücher, die ein wenig düster sind, geheimnisvoll und neugierig machen auf den Inhalt. Auf den “Nachtzirkus” bin ich da natürlich sofort aufmerksam geworden. Und ich muss sagen, er hat mich nicht enttäuscht!

Worum geht es?

Der Cirque des Rêves ist Austragungsort einer uralten Rivalität zwischen zwei Männern, die einst Lehrer und Schüler waren. Eigens für das Spiel ins Leben gerufen, entwickelt sich der Zirkus aber schnell zum Lebensmittelpunkt vieler Menschen. Ihr Schicksal ist nun ebenso an ihn gebunden, wie das der beiden Spieler, Marco und Celia. Während Celia mit dem Zirkus reist, bleibt Marco in London, dem Geburtsort des Zirkus. Doch das Spiel steuert auf ein unheilvolles Ende zu. Der Tod eines Spielers ist unvermeidbar, denn das war von Anfang an das Ziel.

Hier ein Trailer:

Zum Autor

Die aus Massachusetts stammende Erin Morgenstern wurde 1987 geboren und hat neben bildender Kunst auch Theater studiert. Ihre Liebe zum Zirkus spiegelt sich in ihrem Roman wieder. Erin Morgenstern arbeitet bereits an ihrem nächsten Buch, wobei weder Inhalt noch Titel bekannt sind. Es soll aber kein Nachfolgeband vom “Nachtzirkus” werden.

Mein Fazit

Der Cirque des Rêves ist ein Ort meiner Träume, phantastisch und wundervoll, Schauplatz und Mittelpunkt einer mitreißenden, düsteren, phantasievollen Geschichte. Alle Figuren, die ihn bevölkern, ihm Leben einhauchen und ihn fortbestehen lassen, bereichern ihn auf ihre eigene Weise. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Liebesgeschichte zwischen Marco und Celia nicht im Vordergrund gestanden hat. Sie ist mir ohnehin lieber gewesen im Hintergrund, als Aufbau der Geschichte und auch wenn man sagen könnte, dass der Klappentext mehr Hoffnungen geweckt hat, als im Buch erfüllt wurden.

Ein weiterer Pluspunkt ist die malerische Sprache mit der Erin Morgenstern ihrem Zirkus Leben einhaucht. Da gibt es schwebende Labyrinthe, lebendige Karusselle und Eisgärten, die niemals schmelzen. Beim Lesen habe ich mir manchmal gewünscht, ich könnte einfach in die Geschichte hineinfallen und all die wunderbaren Sachen berühren, den Glühwein trinken und mit den Charakteren den Zirkus entdecken. Es ist ein Buch, bei dem zwangsläufig ein Stück von einem selbst auf den Seiten zurückbleibt und man wehmütig wird, wenn man die letzte Seite umgeblättert hat.